…mayne 35 Minuten morgens zur Arbeit…

…ausgehend von diesem Beitrag aus diesem Blog….

Ich ziehe mich an. Die Uhr tickt, ein gutes Geräusch. Ich hänge meine Tasche um, fühle, ob Handy und Kopfhörer dabei sind. Auf dem Handy sind Playlisten mit Songs, die farblich zueinander passen.

Dann gehe ich vom dritten Stock über die knarrende Holztreppe eines Altbremer Hauses ins Erdgeschoss, öffne die Haustüre und sauge die kalte Luft ein.

Die Straße, in der ich wohne, ist ruhig. Nur vereinzelt gehen Türen auf und zu, blinken Lichter von Autos auf. In Richtung Admiralstraße sieht es schon anders aus. Es lärmt, und Lichter blitzen auf. Ich gehe über die Straße und gehe zum Bus.

An der Bushaltestelle gehöre ich schon fast zu einer Gemeinschaft, immer dieselben Menschen, die vermutlich, wie ich, morgens um acht an ihrem Arbeitsplatz sein müssen.

Der Bus kommt, ich steige ein und wähle genau aus, wo ich sitzen möchte, hole dann meine Kopfhörer raus und suche die Playliste raus mit den Liedern, die heute zu mir passen.

Ich fahre bis zur Domsheide, steige aus und gehe zur Trambahnhaltestelle. Erst kommt die 6 und dann meine 4. Es ist unruhig, aber meine Musik trägt mich. Hoffentlich treffe ich auf keine Kollegin, ich brauch noch Zeit für mich, bis ich um acht wieder 20 Kinder um mich habe, die ein ausgeprägtes Kuschelbedürfnis haben.

Ich steige ein, und der Geruch, der mich empfängt, ist unangenehm, aber mein Schal ist eingehüllt mit wohlriechenden Duft, damit ich bei mir bleiben kann und nicht absinke in unguten Bildern und Gedanken.

Ich lass die Nacht Revue passieren, und komme allmählich im Tag an. Kurz vor acht komme ich in der Kita an. Ich ziehe mich in Ruhe aus, und bereite mich auf den Tag vor.

Es ist gut so, wie es ist.

Foto-© by Julie May 153. Momentaufnahme = “23. Januar 2016″

Foto-© by Julie May
153. Momentaufnahme = “23. Januar 2016″

Sophicardia

Raus aus der Wohnung. Ein Auto fährt näher. Ich fühle es. Ich höre es. Ich stelle es mir vor. Es wir lauter. Zu laut. Es fährt an mir vorbei. Und wieder weg.
Ein nächstes kommt. Diesmal grösser. Es ist rot. Es wird lauter. Kommt mir nahe entgegen und fährt davon. Während vor mir eine Frau läuft, schnell an ihr vorbei. Huch, ein kleiner Vogel, es fliegt davon, habe es erschreckt. Ach, was bewegt sich da. Ein Hund. Welche Rasse? Diese kleine Schritte, welcher Stress für ihn?

Ursprünglichen Post anzeigen 199 weitere Wörter

Advertisements

8 Gedanken zu “…mayne 35 Minuten morgens zur Arbeit…

  1. suebilderblog schreibt:

    Das hast Du wirklich so geschrieben, als ob ich es wie einen Film an mir vorbei ziehen lasse.
    Ganz anders als mein Morgen bei uns auf dem Land. Hier fahren nur stündlich die Busse, eine Straßenbahn gibt es natürlich nicht und ohne Auto ist man hier aufgeschmissen.
    Ich steige also in mein kleines Auto…..fahre ins Büro….manchmal noch vorher im Supermarkt vorbei, der um 7.00 Uhr öffnet….in dem Fall komme ich etwas später zur Arbeit (wir haben Gleitzeit)…..dafür ist der beste Parkplatz weg und ich nehme den letzten Platz und habe so wenigstens etwas Bewegung 😉

    Wie schade, dass morgen Montag ist und ich gerade morgen wieder in den Supermarkt muss, damit die Familie genug zum Essen hat …..
    LG und Gute Nacht
    Susanne

    Gefällt 1 Person

Danke für's hinspüren und gucken....

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s